Verkündigung – Ende eines Geschäftsmodells

Hier ist mein Fazit aus den vorangegangenen Überlegungen zum Kirchen-Marketing: 1. Das Produkt ist schwerverkäuflich, da kaum darstellbar, ohne kurzfristigen Mehrwert, ohne Garantie, und das in einer unattraktiven Verpackung mit einem intransparenten Abo-Preismodell. Kein Wunder, dass die Nachfrage gering ist. 2. Diejenigen, die für die Verteilung der „Frohen Botschaft“ zuständig […]

4p: Umgehungskosten und Mediaplan

Der Preis für die Unterricht in Glaubensfragen ist hoch. Er bemisst sich in Lebenszeit und -energie. Wer sich das christliche Welt-, Gottes- und Menschenbild zu eigen machen möchte, sollte dafür mehr Zeit und Kraft investieren als nur für Bibelgesprächskreis und Gottesdienstteilnahme. Es muss lesen, sprechen, hören, denken, beten. Er muss es […]

p wie place/package oder Verkündigung ade

Kirchliche Bildungsarbeit auf Gemeindeebene findet üblicherweise in Form („package“) von Religionsunterricht,  Konfirmandenunterricht, Bibelgesprächskreisen und Sonntagspredigt statt, hier und da auch mal als Glaubenskurs. Der Platz („place“), an dem das Produkt erhältlich ist, sind Schule, Gemeindehaus oder Kirchraum. Religionsunterricht Das Klassenzimmer ist ein günstiger Ort: Die „Kundschaft“ steht dank staatlicher Verfügung […]

Pause

Diese Woche wurde ich von einem mir nahestehenden Menschen gefragt, ob ich das denn tatsächlich alles so auch meine, das mit der Kirche als Unternehmen und so. Das wäre alles so bierernst, und das wäre so gar nicht typisch für mich. Ich gestehe, das hat gesessen. Bierernst?! Ich habe beim […]

p wie Produkt – Letzter Teil

Vom Auftrag her ist Kirche ein Bildungsunternehmen. Es soll dem “Kunden” die christlich fundierte Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen und Antworten des Lebens ermöglichen, darauf ein konsistentes Sinn und Moral stiftendes Gebäude von Welt-, Gottes- und Menschenbild errichten, damit er darin sein Heil finde. Damit ist das erste “p” wie Produkt […]

p wie Produkt – part 2

Was ist das Produkt? Seelenheil, oder Frieden mit sich und der Welt, oder Übereinstimmung mit den Gesetzen des Lebens, oder Zufriedenheit und Glück oder …   Nein, das ist der Bedarf, die Sehnsucht, das, wozu das Produkt verhelfen soll. Der Zweck, würde Clausewitz sagen, der bekanntlich die Mittel heiligt. Und […]

P wie Produkt

Ich mache das jetzt mal. Ich betrachte Kirche mit betriebswirtschaftlichen Kategorien: Irgendwann um das Jahr 30 oder 31: Der Chef ruft eine geschlossene Mitarbeiterversammlung weitab des Stammsitzes Jerusalem ein und eröffnet das Meeting mit einem Paukenschlag: Nachdem er das Produkt auf dem heimischen Markt über zwei, drei Jahre mit bestem […]

Fuß-Waschung

Der erste Beitrag auf diesem Blog hat eine unerwartete Menge an Reaktionen gebracht. Danke dafür! Insbesondere für die Ermutigungen. Nicht wenige sind Problemanzeigen: Das Verhältnis von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen, die Frage nach der Botschaft und der angemessenen Verkündigung, die Überlastung der Pfarrer mit berufsfremden Aufgaben. Daneben sind auch die bekannten Grabenverläufe […]

Pfarrer R. I. P.

Der Pfarrer sei auf der Besten-Liste der vertrauenswürdigen Berufe vom langjährigen 2. Platz (hinter den Ärzten) in den Abgrund der Unsichtbarkeit gestürzt, klagte mir vor einiger Zeit ein leitender Mitarbeiter eines Landeskirchenamts. Derzeit tendiert die Zahl der Neueinschreibungen im Bereich Theologie an manchen Universitäten gegen Null. In den Medien sind Pfarrer vorwiegend […]

Wer hat den Schlüssel zur Kirche?

Die Kodak-Kirche

Irgendwie platzt mir gerade der Kragen. Oder eher ein Knoten? Seit Wochen gehe ich schwanger mit der Idee, ein Blog aufzumachen, in dem es um Gemeinden und um Pfarrer geht. Um all das, was ich seit fünf Jahren, solange bin ich jetzt Presbyter und Synodaler, in dieser Kirche erlebe, und […]